Die Werte für \(multiplier\) sowie \(increment\) können beliebig gewählt werden. Für folgendes Beispiel wählen wir, wie im letzten Abschnitt auch, \(multiplier = 4\) und \(increment = 3\). Mit einem Startwert von 0 ergeben sich somit folgende erste 10 Zahlen der Folge:
\(seed_{0} = 0\)
\(seed_{1} = 4 \cdot seed_{0} + 3 = 4 \cdot 0 + 3 = 4\)
\(seed_{2} = 4 \cdot seed_{1} + 3 = 4 \cdot 4 + 3 = 2\)
\(seed_{3} = 4 \cdot seed_{2} + 3 = 4 \cdot 2 + 3 = 6\)
\(seed_{4} = 4 \cdot seed_{3} + 3 = 4 \cdot 6 + 3 = 4\)
\(seed_{5} = 4 \cdot seed_{4} + 3 = 4 \cdot 4 + 3 = 2\)
\(seed_{6} = 4 \cdot seed_{5} + 3 = 4 \cdot 2 + 3 = 6\)
\(seed_{7} = 4 \cdot seed_{6} + 3 = 4 \cdot 6 + 3 = 4\)
\(seed_{8} = 4 \cdot seed_{7} + 3 = 4 \cdot 4 + 3 = 2\)
\(seed_{9} = 4 \cdot seed_{8} + 3 = 4 \cdot 2 + 3 = 6\)
\(seed_{10} = 4 \cdot seed_{9} + 3 = 4 \cdot 6 + 3 = 4\)
Hier siehst du auch direkt schon einen Nachteil von pseudo-Zufallszahlen: Wenn die Werte der Berechnungsvorschrift ungünstig gewählt wurden, dann wiederholt sich die Zahlenfolge. Obiges Beispiel resultiert in
4, 2, 6, 4, 2, 6, 4, 2, 6, ...
wodurch die Berechnung wieder absolut vorhersehbar ist. Einige Zahlenwerte, wie z.B. 1, 3 und 5 werden nie erreicht. Für die Implementierung auf dem Mikrocontroller wurden deshalb möglichst große und unterschiedliche Werte gewählt, da so möglichst viele verschiedene Zufallszahlen entstehen, ohne dass sie sich wiederholen.