Section outline

    • Dieser Bausatz implementiert ein Thermometer auf Grundlage eines analogen Temperatursensors, welcher von einem ATtinyX4 Mikrocontroller ausgelesen wird. Die Temperatur wird über acht Leuchtdioden in verschiedenen Farben dargestellt.
    • Bevor du diesen Lötbausatz verwendest, lies bitte diese Gebrauchsanleitung. Bewahre sie an einem Ort auf, der für alle Benutzer leicht zugänglich ist.

      Bitte beachte beim Umgang mit diesem Produkt die üblichen Vorsichtsmaßnahmen mit Geräten, die zur Funktion elektrische Spannung benötigen. Insbesondere sind die folgenden Sicherheitshinweise einzuhalten: 

      • Dieser Bausatz darf auf gar keinen Fall mit der Netzspannung verbunden werden, es besteht sonst Lebensgefahr! Bitte verwende ausschließlich die beiliegenden Batterien.
      • Dieser Bausatz ist als Lernmaterial ausgelegt und darf keine Produktions- oder Steueraufgaben übernehmen!
      • In Schulen, Universitäten, Werkstätten und anderen Bildungseinrichtungen ist das Verlöten und Betreiben dieses Bausatzes durch geschultes Personal verantwortlich zu überwachen.
      • Dieser Bausatz darf nicht in Umgebungen betrieben werden, in denen brennende Gase oder Staub auftreten können.
      • Dieser Bausatz darf nicht auf leitenden Oberflächen betrieben werden, da sonst Kurzschlüsse entstehen können.
      • Im Falle einer Reparatur dürfen nur originale Ersatzteile verwendet werden. Ansonsten kann dies zu ernsthaften Personen- oder Sachschäden führen! Eine Reparatur ist nur durch professionelles Personal durchzuführen.
      • Bitte achte darauf, dass du den Bausatz von der Stromquelle trennst, bevor du Lötarbeiten vornimmst. Ansonsten kann dies die Schaltung beschädigen!
    • Stück Pos.-Nr. Bezeichnung / Wert
      1 - Platine "Thermometer"
      1 C1, C2 2,2 μF Kondensator
      2 C3, C4 100 nF Kondensator
      1 J1 Barrel Jack Anschlussbuchse
      1 U1 +5 V Spannungsregler
      1 U2 MCP9700 Temperatursensor
      1 U3 ATtiny24 Mikrocontroller mit Sockel
    • Achtung, Verwechselungsgefahr!

       

      Temperatursensor:

      Der Temperatursensor ist in einem halbrunden schwarzen Gehäuse integriert. Die Anschlussbeine liegen nah beieinander.

       

      Spannungsregler:

      Der Spannungsregler befindet sich in einem ähnlich aussehenden Gehäuse. Bitte beachte, dass die Beine einen weiteren Abstand zueinander haben, als die des Temperatursensors.

    • Vorbereitung

      Bitte richte zunächst einen Arbeitsplatz mit hitzeresistenter Unterlage her und lege alle Bauteile aus diesem Bausatz bereit.

      Heize anschließend den Lötkolben auf eine Temperatur von 360 °C auf und lege einen feuchten Schwamm oder Messingwolle für die Reinigung bereit.
    • Schritt 1: 100 nF Kondensator (C3, C4)

      In der Regel bietet es sich an, das mechanisch kleinste Bauteil zuerst zu verlöten. Glücklicherweise sind die kleinsten Bauteile auf der rechten Seite der Platine bereits fertig. Wir fangen also mit Kondensatoren an.

      BITTE BEACHTE:
      Die beiden benötigten Kondensatoren sind orange und haben keine Polarität.

    • Schritt 2: 2,2 μF Kondensatoren (C1, C2)

      Damit unsere Schaltung später gut funktioniert, benötigen wir zwei weitere Kondensatoren am Ein- sowie Ausgang unseres +5 V Spannungsreglers.

      BITTE BEACHTE:
      Die Kondensatoren sind blau und tragen die kleine schwarze Aufschrift „225“.

    • Schritt 3: Temperatursensor (U2)

      Zur Messung der Temperatur benötigen wir einen Sensor. Dieser gibt je nach Temperatur eine veränderliche Spannung aus, die dann später vom Mikrocontroller eingelesen aus ausgewertet werden kann.

      BITTE BEACHTE:
      Der Temperatursensor ist halbrund und muss entsprechend der Markierung auf der Platine verlötet werden.

    • Schritt 4: Spannungsregler (U1)

      Nun folgt der Spannungsregler. Dieser sorgt dafür, dass Mikrocontroller, Temperatursensor und Leuchtdioden die Spannung erhalten, die sie zum Betrieb benötigen.

      BITTE BEACHTE:
      Der Spannungsregler ist halbrund und muss entsprechend der Markierung auf der Platine verlötet werden.

    • Schritt 5: Sockel für den Mikrocontroller (U3)

      Als nächstes folgt der Sockel für den Mikrocontroller. Dieser sorgt dafür, dass du diesen aus der Schaltung entnehmen und auch selber programmieren kannst.

      BITTE BEACHTE:
      Der Sockel hat eine kleine Einkerbung im schwarzen Plastik. Diese muss entsprechend der Markierung auf der Platine verlötet werden!

    • Schritt 6: Barrel Jack Anschluss (J1) 

      Verlöte jetzt den großen schwarzen Stromanschluss an der dafür vorgesehenen Stelle.
    • Schritt 7: Mikrocontroller (Sockel, U3)

      Abschließend muss der Mikrocontroller in den Sockel eingesetzt werden. Bitte verwende hierbei keine Gewalt, da sich sonst die Beine verbiegen oder abbrechen. Am leichtesten ist es, den Mikrocontroller zuerst auf einer Seite einzusetzen.

      BITTE BEACHTE:
      Die Einkerbung des Mikrocontrollers muss mit der entsprechenden Markierung auf der Platine übereinstimmen.

    • Visuelle Überprüfung

      Schaue dir vor Anschließen der Batterie zunächst die Lötstellen an. Diese sollten leicht schimmern und kegelförmig aussehen. Ist dies nicht der Fall, dann erwärme die entsprechende Lötstelle bitte erneut.

      Außerdem sollten keine zwei Lötstellen miteinander verbunden sein. Insbesondere bei dem Temperatursensor solltest du darauf achten, da hier die Anschlüsse nah beieinander liegen.

      Bitte fahre mit dem folgenden Punkt fort, wenn du die visuelle Kontrolle erfolgreich abgeschlossen hast.

    • Schaltung auf Kurzschluss prüfen

      Jetzt wollen wir sicherstellen, dass auf der Schaltung kein Kurzschluss ist, da dies sonst schlimmstenfalls unsere Schaltung beschädigen würde. Stelle dazu das Multimeter zunächst in den Modus „Durchgangsprüfung“ (auf dem Multimeter mit dem Symbol markiert) und schließe die Messspitzen an. Die schwarze Messspitze (GND) kommt an den Anschluss „COM“, der rote Anschluss an die mit „“ beschriftete Buchse, wie in der rechten Abbildung dargestellt ist.
      Bitte führe nun zwei Messungen durch. Halte die Messspitzen dazu bitte an folgende Kontaktflächen auf der Unterseite der Platine (in der rechten Abbildung rot umrandet):

      • VCC und GND
      • +5V und GND

      Sollte das Multimeter einen Ton abspielen oder aufleuchten, hast du einen Kurzschluss. Führe in diesem Fall bitte erneut eine visuelle Überprüfung durch.
      Wenn du keinen Kurzschluss feststellst, dann prüfe bitte noch einmal die Einbaurichtung des Mikrocontrollers. Die Einkerbung sollte oberhalb der entsprechenden Markierung auf der Platine sein. Anschließend kannst du die Batterie anschließen und mit dem Funktionstest fortfahren.
    • Funktionstest

      Nachdem du deine Schaltung visuell und auf Kurzschlüsse überprüft hast, kannst du die Batterie anschließen. Die auf der rechten Seite der Platine montierten Leuchtdioden sind je nach Temperatur an- oder ausgeschaltet.

    • Lernziele dieser Einheit:

      • Du verstehst den allgemeinen Aufbau eines elektrischen Systems und kannst die Hauptelemente und deren Funktion benennen.
      • Du verstehst, welche Aufgabe von welcher verlöteten Komponente übernommen wird und kannst den Aufbau der Platine nachvollziehen

    •   Theorie Praxis
      Komponente  Allgemeine Erklärung Komponente auf der Thermometer-Platine Abbildung der Komponente auf der Thermometer-Platine
      Sensor

      Ein Sensor ist ein Gerät, welches eine physikalische Größe misst und in ein elektrisches Signal umwandelt.

      Der verbaute Sensor erfasst die Temperatur und gibt eine analoge Spannung aus, die proportional zur Temperatur ist. Steigt also die Temperatur, so steigt auch die Ausgangsspannung des Sensors.
      Analog-Digital-Konverter (ADC) Ein ADC ist eine Schaltung, die analoge Signale, wie beispielsweise Spannungen, in digitale Werte umwandelt. Diese können anschließend für Berechnungen auf einem Mikrocontroller verwendet werden. Der ADC ist im verbauten Mikrocontroller integriert.  
      Datenverarbeitung Jedes elektrische System muss die von Sensoren bereitgestellten Messdaten auswerten und in irgendeiner Form darauf reagieren. Diese Verarbeitung geschieht typischerweise auf einem Mikrocontroller oder Prozessor. In diesem Fall berechnet der Mikrocontroller abhängig von der gemessenen Temperatur, wie viele Leuchtdioden angeschaltet werden müssen. Je heißer es ist, desto mehr Leuchtdioden werden aktiviert.
      Digital-Analog-Konverter (DAC) Der DAC ist das entsprechende Gegenstück zum ADC. Digitale Werte werden in benötigte analoge Spannungen umgewandelt, um Aktoren damit anzusteuern. Der DAC fällt in dieser Schaltung minimal aus. Abhängig von dem digitalen Wert der Temperatur werden mehrere Pins des Mikrocontrollers entweder auf '0' (Leuchtdiode aus) oder '1' (Leuchtdiode an) gesetzt. Auch dieser Teil passiert innerhalb des Mikrocontrollers.  
      Aktoren Aktoren erzeugen eine Bewegung oder Aktion, wenn sie entsprechende elektrische Signale erhalten. Beispiele dafür sind Leuchtdioden, Motoren, Schrittmotoren, Pumpen und viele weitere mechanische oder optische Komponenten. Auf der Platine sind 8 Aktoren verbaut. Jede der kleinen Leuchtdioden auf der rechten Seite leuchtet, wenn ein entsprechender Anschluss des Mikrocontrollers auf '1' gesetzt wird. Anderenfalls ist die Leuchtdiode aus.
    • Lernziele dieser Einheit:

      • Du verstehst, was ein idealer Temperatursensor ist.
      • Du verstehst, was ein Temperatursensor ist und was er bewirkt.
      • Du kennst die Definition einer Geradengleichung.
      • Du weißt, wie der auf der Platine verbaute Sensor gesteuert wird.

    • Idealer und realer Temperatursensor

    • Ein idealer Temperatursensor weist folgende Eigenschaften auf:

      • Linearität: Die Ausgangsspannung des Temperatursensors steigt proptional zur Temperatur.
      • Sensitiviät: Ein idealer Temperatursensor kann selbst die kleinsten Temperaturänderungen messen. Man spricht hierbei von einer großen Empfindlichkeit.
      • Großer Messbereich: Der Temperatursensor sollte am besten alle möglichen Temperaturen messen können.
      • Schnelle Reaktionszeit: Temperaturänderungen werden sofort vom Sensor wahrgenommen und sind in einer Änderung der Ausgangsspannung sichtbar.
      • Selektiviät: Die Ausgangsspannung ist nur von der Temperatur abhängig. Andere physikalische Größen, wie zum Beispiel die Luftfeuchtigkeit, haben keinen Einfluss auf den Sensor.
    • Ein realer Temperatursensor kann die idealen Eigenschaften leider nicht aufweisen:

      • Linearität: Die Ausgangsspannung ist nicht perfekt proportional zur Temperatur. Die Linearität kann auch gerade bei sehr niedrigen oder sehr hohen Temperaturen nicht mehr gegeben sein. Um dennoch ein gutes Messverhalten aufzuweisen, muss der Sensor kalibriert werden. Dies geschieht meist während der Produktion.
      • Sensitiviät: Die Sensitivität ist ebenfalls eingeschränkt. Realistisch können Temperaturdifferenzen von 0,1°C erfasst werden. Alles darunter ist meist nicht realisierbar.
      • Großer Messbereich: Der typische Messbereich für einen gewöhnlichen Temperatursensor liegt zwischen -40°C und +85°C (Industriestandard). Besondere Sensoren können mehrere Hundert oder auch Tausend Grad messen. Für die Luftfahrt werden Sensoren gefertigt, die niedrigere Temperaturen messen können (um die -60°C).
      • Schnelle Reaktionszeit: Unendlich schnell ist der Temperatursensor ebenfalls nicht. Dies kannst du in einem Praxistext mit der Platine erproben. Lege diese zunächst in eine wärmere Umgebung und anschließend in einen Kühlschrank. Die Leuchtdioden schalten sich erst nach und nach ab.
      • Selektiviät: Diese Eigenschaft typischerweise gegeben. Andere physikalische Größen haben nur einen geringen Einfluss auf Messabweichungen.
    • Die Geradengleichung

    • Punkte auslesen

      Die Funktionsgleichung einer Geraden kann eindeutig bestimmt werden, sobald zwei Punkte auf dieser Geraden gegeben sind.

      Also ist der erste Schritt, zwei verschiedene Pukte aus dem Diagramm abzulesen. In diesem Fall werden folgende Punkte gewählt:

      • \( P_1 = (x_1, y_1) = (2, 7) \)
      • \( P_2 = (x_2, y_2) = (4, 11) \)
    • Steigungsdreieck aufstellen

      Durch die Verwendung der beiden abgelesenen Punkte kann jetzt ein Steigungsdreieck konstruiert werden. Dieses drückt, wie der Name bereits vermuten lässt,  die Steigung \(m\) der Geraden aus. Die Berechnung erfolgt dabei über folgende Gleichung:

      \(m = \frac{\Delta y}{\Delta x} = \frac{y_2 - y_1}{x_2 - x_1}\)

      Mit den Koordinaten der ausgelesenen Punkte ergibt sich in diesem Fall also folgende Steigung:

      \(m = \frac{y_2 - y_1}{x_2 - x_1} = \frac{11 - 7}{4 - 2} = \frac{4}{2} = 2\)

    • Y-Achsenabschnitt

      Wenn wir nur die Steigung der Geraden hätten, gäbe es immer noch unendlich viele mögliche Lösungen. Um die Gleichung eindeutig zu bestimmen, benötigen wir zusätzlich den sogenannten Y-Achsenabschnitt \(c\), welcher angibt, wo die Gerade die Y-Achse schneidet. Um dies mathematisch zu bestimmen, setzen wir \(x = 0\) und notieren die entsprechende Y-Koordinate des Schnittpunktes. In diesem Fall läuft die Gerade durch den Punkt:

      \(P_{x=0} = (0, 3)\)

      \(\Rightarrow\)Es ergibt sich ein Y-Achsenabschnitt \(c = 3\).

    • Geradengleichung aufstellen

      Jetzt sind alle benötigten Werte zur Aufstellung der Geradengleichung berechnet: \(m = 2\) und \(c = 3\). Gemäß der allgemeinen Geradengleichung

      \(f(x) = m \cdot x + c\)

      ergibt sich für das obige Beispiel die nachfolgende Gleichung:

      \(f(x) = 2 \cdot x + 3\)

      In diese Gleichung können jetzt beliebige Werte \(x\) eingesetzt und die zugehörigen Werte \(f(x)\) berechnet werden - und genau das wird zum Auslesen des Temperatursensors benötigt!


    • Dieses Übungsblatt behandelt Geradengleichungen und einige allgemeine Fragen zu Temperatursensoren.


    • Lernziele dieser Einheit:

      • Du verstehst, was ein Quantisierer ist und wie dieser funktioniert.

    • Quantisierer

      Abhängig von der Temperatur möchten wir unterschiedlich viele Leuchtdioden aktivieren. Dazu ist eine kleine Datenverarbeitung auf dem Mikrocontroller notwendig, denn dieser muss die Temperatur auswerten und Leuchtdioden entsprechend ansteuern. Jetzt stellt sich die Frage, wie ein Temperaturbereich von -40 °C bis 85 °C auf 7 Leuchtdioden aufgeteilt werden kann? Die Lösung ist ein Quantisierer. Dieser teilt die Eingabewerte auf nur begrenzt viele Ausgabewerte auf. In dieser Lerneinheit werden ein paar Quantisierer vorgestellt, sodass deren Funktion deutlich wird.

    • Abrundungsfunktion

      Dieses Beispiel ist die Abrundungsfunktion, mathematisch beschrieben mit:

      \(y(x) = \lfloor x \rfloor \)

      Dies bedeutet, dass die Zahlen immer zur nächst kleineren ganzen Zahl abgerundet werden, d.h. \(y(2.2) = 2\), aber ebenso auch \(y(2.8) = 2\). Insgesamt wird dadurch ein treppenartiger Graph erzeugt. Deshalb nennt man solche Funktionen auch Stufenfunktion . In diesem Fall handelt es sich sogar um eine gleichmäßige Stufenfunktion, was bedeutet, dass alle Stufen gleich groß sind.

    • Quantisierer in der Schaltung

      In unserer Schaltung ist der Quantisierer in Software implementiert und wird vom Mikrocontroller ausgeführt. Wie du in dem Diagramm erkennen kannst, handelt es sich bei der Implementierung um einen ungleichmäßigen Quantisierer. Grund dafür ist, dass der Wohlfühlbereich des Menschen feiner unterschieden werden soll. Sehr niedrige und sehr hohe Temperaturen interessieren uns eher weniger. Mathematisch definiert man eine solche Funktion nun nicht mehr mit einer einfachen Formel, sondern vielmehr abschnittweise. Insgesamt entsteht folgende mathematische Schreibweise:

      \(Therm.level(T)=\begin{cases}0 & T < -15 °C \\ 1 & T < 10 °C \\ 2 & T < 18 °C \\ 3 & T < 20 °C \\ 4 & T < 22 °C \\ 5 & T < 25 °C \\ 6 & T < 40 °C \\ 7 & sonst \\ \end{cases}\)

      Das Thermometer-Level wird nun direkt für die Leuchtdioden verwendet. Ist dieses auf 0, so leuchtet lediglich die unterste Leuchtdiode. Ist das Thermometer-Level auf 1, so leuchten die unteren beiden blauen Leuchtdioden. Im Falle von Thermometer-Level = 7 leuchten alle auf der Platine verbauten Leuchtdioden.

    • Lernziele dieser Einheit:

      • Du verstehst den Aufbau einer Leuchtdiode und wie diesem vom Mikrocontroller angesteuert werden.
      • Dir ist klar, was ein Vorwiderstand ist und wie dieser berechnet werden kann.

    • Anschluss der Leuchtdioden am Mikrocontroller

      In dieser Schaltung sind mehrere Leuchtdioden mit einem Mikrocontroller verbunden. Jede Leuchtdiode ist dabei an einen separaten Pin angeschlossen. Diese Pins können jeweils entweder auf '0' oder '1' gesetzt werden, um die entsprechende Leuchtdiode aus- oder einzuschalten. Der Widerstand, welcher in Reihe mit der Leuchtdiode angeschlossen ist und auch Vorwiderstand genannt wird, regelt den Stromfluss und damit die Helligkeit der Leuchtdiode.

    • Leuchtdiode anschalten

      Wenn ein Pin des Mikrocontrollers auf '1' geschaltet wird, dann wird dieser intern mit der Versorgungsspannung von +5 V verbunden. Dadurch fallen diese +5 V an Widerstand und Leuchtdiode ab. Es fließt ein Strom und die Leuchtdiode leuchtet.

    • Leuchtdiode ausschalten

      Wird der Pin eines Mikrocontrollers auf '0' gesetzt, so wird dieser intern mit Ground verbunden. Da auch die Leuchtdiode mit Ground verbunden ist, fällt über Widerstand und Leuchtdiode keine Spannung ab. Es kann kein Strom fließen und die Leuchtdiode bleibt dunkel.

    • Berechnung des Vorwiderstandes

      Zur Berechnung des Vorwiderstands benötigst du drei verschiedene Parameter. Zunächst musst du die Versorgungsspannung deines Systems \(V_{SYS}\) kennen. Außerdem ist die Durchlassspannung der Leuchtdiode \(V_D\) relevant. Für rote Leuchtdioden liegt dieser Wert in der Regel bei \(V_D = 2.2 V\). Nun ist noch der gewünschte Stromfluss nötig. Bei modernen Leuchtdioden kann man von etwa \(I = 10 mA\) ausgehen. Mit diesen Werten kann nun der benötigte Vorwiderstand berechnet werden:

      \(R = \frac{V_R}{I} = \frac{V_{SYS} - V_D}{I} = \frac{5V - 2.2V}{0.01A} = \frac{2.8V}{0.01A} = 280 \Omega\)

      Nun muss man noch schauen, ob es diesen Widerstand in der Realität gibt. Sollte dies nicht der Fall sein, dann kann einfach der nächstgrößere Widerstand gewählt werden.

      Trotz all dieser Berechnungen kann das eigentliche Erscheinungsbild in der Praxis anders als erwartet aussehen. Mal leuchtet die Leuchtdiode zu hell, mal könnte sie etwas heller leuchten. Besonders schwer wird es, wenn Leuchtdioden in mehreren Farben gleich hell leuchten sollen. Auch für diese Schaltung waren mehrere Prototypen nötig, um die Leuchtdioden farblich abzustimmen ;)

    • Lernziele dieser Einheit:

      • Du kennst die Temperatureinheiten Celsius, Fahrenheit und Kelvin, du verstehst, wie diese entstanden sind und ineinander umgerechnet werden können.
      • Du kannst erklären, wo der absolute Nullpunkt liegt und was dieser Temperaturpunkt aussagt.
    • Temperatureinheit Celsius

      Die Celsius-Temperaturskala wurde vom schwedischen Astronom Anders Celsius im Jahr 1742 entwickelt. Celsius wollte eine einfache Skala erstellen und definierte somit den Nullpunkt der Skala als den Siedepunkt von Wasser und den Gefrierpunkt von Wasser als 100 Grad. Diese Skala wurde später umgekehrt, so dass der Gefrierpunkt bei 0 Grad und der Siedepunkt bei 100 Grad liegt, was zu der heute gebräuchlichen Celsius-Skala führt.

      Für die Umrechnung in Fahrenheit kann folgende Formel verwendet werden:

      \(T_{Fahrenheit} = T_{Celsius} \cdot \frac{9}{5} + 32\)

      Außerdem kannst du die Temperatur auch in Kelvin umrechnen:

      \(T_{Kelvin} = T_{Celsius} - 273.15\)

    • Temperatureinheit Fahrenheit

      Die Fahrenheit-Temperaturskala wurde vom deutschen Physiker Daniel Gabriel Fahrenheit im frühen 18. Jahrhundert entwickelt. Fahrenheit verwendete als Referenzpunkte die Temperaturen von Eissalzgemisch (0 °F) und menschlicher Körpertemperatur (96 °F). Er teilte den Bereich zwischen diesen beiden Punkten in 180 gleiche Teile auf. Später wurde die Skala leicht modifiziert, so dass in der heutigen Skala der Gefrierpunkt von Wasser bei 32 °F und der Siedepunkt bei 212 °F liegt.

      Für die Umrechnung in Celsius kann folgende Formel verwendet werden:

      \(T_{Celius} = (T_{Fahrenheit} - 32) \cdot \frac{5}{9}\)

      Außerdem kannst du die Temperatur auch in Kelvin umrechnen:

      \(T_{Kelvin} = (T_{Fahrenheit} + 459.67) \cdot \frac{5}{9}\)

    • Temperatureinheit Kelvin

      Die Kelvin-Temperaturskala wurde vom schottischen Physiker William Thomson entwickelt. Sie basiert auf dem absoluten Nullpunkt. Dieser bezeichnet die theoretisch niedrigste Temperatur bei welcher auch alle Molekularbewegungen aufhören. 0 Kelvin entspricht -273,15 Grad Celsius. Die Kelvin-Skala misst absolute Temperaturen ohne negative Werte.

      Für die Umrechnung in Celsius kann folgende Formel verwendet werden:

      \(T_{Celius} = T_{Kelvin} - 273.15\)

      Außerdem kannst du die Temperatur auch in Fahrenheit umrechnen:

      \(T_{Fahrenheit} = T_{Kelvin} \cdot \frac{9}{5} - 459.67\)

    • Nach Bearbeitung aller Lerneinheiten dieser Seite kannst du diesen Test hier ablegen. Nach Bestehen des Tests erhältst du ein Zertifikat. Viel Spaß und viel Erfolg!




    • Diese Datei enthält ein kleines Gehäuse, das du mit deinem 3D-Drucker ausdrucken kannst, um die Platine sowie die Lötstellen des Bausatzes zu schützen. Die Platine hält bereits von selbst in dem Gehäuse. Zur zusätzlichen Sicherung können M3-Schrauben verwendet werden, dafür werden jedoch vier Einpressmuttern benötigt. Es wird empfohlen, Einpressmuttern für M3 mit einem Außendurchmesser von 4 mm und einer maximalen Länge von 6 mm zu verwenden.


    • Dies ist das Datenblatt des verbauten Temperatursensors vom Typ 'MCP9700'.

    • Dies ist das Datenblatt des auf der Platine verbauten Mikrocontrollers.